
Maria de la Salut ist eine Gemeinde, die in der Pla de Mallorca (Mallorquinischen Tiefebene) liegt, zwischen den Gemeinden Santa Margalida, Muro, Llubí, Sineu und Ariany. Maria besitzt eine Fläche von 30,30 km2 und hat 2.173 Einwohner (2004), die sich Mariers oder Mariandos nennen und eine Bevölkerungsdichte von 71,72 h/km2, die höchste der Pla de Mallorca.
Das Klima ist mediterran mit unregelmäßigen Niederschlägen, die bei einem Mittel von 550 mm jährlich liegen. Der Herbst ist die regenreichste Jahreszeit, im Oktober fällt der meiste Niederschlag. Juli hingegen ist der trockenste Monat. Die Regentage liegen zwischen 47 und 77. Die Temperaturunterschiede sind beträchtlich. Der heißeste Monat ist der Juli und die beiden kältesten sind Januar und Februar.
| JAHRE | POPULATION |
| 1956 | 650 |
| 1750 | 781 |
| 1825 | 1.137 |
| 1860 | 1.259 |
| 1877 | 1.625 |
| 1900 | 1.966 |
| 1910 | 1.951 |
| 1920 | 2.098 |
| 1930 | 2.454 |
| 1940 | 2.491 |
| 1950 | 2.444 |
| 1960 | 2.082 |
| 1970 | 2.076 |
| 1980 | 1.798 |
| 1990 | 1.769 |
| 1999 | 1.875 |
| 2004 | 2.173 |
Die ältesten archäologischen Überreste, die man in der heutigen Gemeinde Maria de la Salut findet, sind aus dem Vortalayotikum: Es handelt sich um die Begräbnishöhlen der sieben Säulen in Ses Rotes Noves de Montblanc und die Höhle von Caseta del Garriguer, auch in Montblanc. In der ersten, die einen unregelmäßigen Grundriss aufweist, hat man Überreste aus der Bronzezeit gefunden. Darüber hinaus gibt es mehr als zwanzig archäologische Fundstätten, die sich über 30,30 Km2 der Gemeinde verteilen. Der schlechte Zustand der archäologischen Funde ist zum größten Teil auf die Urbarmachung seit dem Mittelalter zurückzuführen. Die am besten erhaltenen Überreste aus der Talayotzeit finden sich auf dem Gelände Es Pujolet, wo Teile der Mauer, die die Siedlung umgab, erhalten sind und bei der Ausgrabungsstätte Es Velar, auch von Mauern umfasst. Daneben noch die Navetas (Bauten in der Form umgedrehter Schiffe) von Ses Rotes Noves de Montblanc. Alle Funde aus dieser Zeit liegen auf kleinen Hügeln in der Nähe von gutem Ackerboden und sind nicht weiter als einen Kilometer entfernt. Hier wurden Keramiken aus verschiedenen Abschnitten der Talayotzeit gefunden. Sehr wahrscheinlich sind einige Landgüter, wie z.B. Es Pujol und Deulosal auf den Überresten aus der Talayotzeit errichtet. Der runde Talayot (Turm) von Ses Tarragones war sicherlich Teil einer größeren Einheit, die sich heute aber nicht mehr ausmachen lässt.
Von den Römern stammen die Reste einer ländlichen Siedlung in Sa Torre de na Gil, wo Amphoren aus der republikanischen Zeit im 2. Jahrhundert v. Chr. gefunden wurden. Außerdem Keramiken aus der Kaiserzeit, die zum Transport von Flüssigkeiten und Trockenobst verwendet wurden. Die Besiedlung dieser Fundstätte begann fast mit Sicherheit im 1. Jahrhundert n. Chr. und blühte im 2. Jahrhundert auf. Die islamische Keramik gibt Hinweise auf die vorhergehende Besiedlung durch die Araber. Einige Münzen aus der Kaiserzeit und Stücke aus Blei für Wasserleitungen lassen auf eine intensivere Nutzung, vielleicht sogar ein römisches Dorf schließen. Die Lage in der Nähe der Acequia Real (Bewässerungskanal) und der Sierra de Muro machen den Ort ideal für die Besiedelung. Überreste von römischer Keramik findet man ebenfalls bei Los Gassons, Sa Pleta des Pujolet und Deulosal. An diesem Ort, auf einem Hügel zwischen der Pla de Deulosal und der Pla des Rafal, wurden römische Keramiken gefunden.